Übergänge aus der Grundschule

Das hessische Schulwesen ist „durchlässig“, das bedeutet, ganz gleich, welche Schulform Sie für Ihr Kind wählen, es gibt anschließend (bei entsprechender Eignung) immer die Möglichkeit einer weiterführenden Schule. („Kein Abschluss ohne Anschluss“).

Laut Gesetz haben Sie als Eltern die freie Wahl der Schulform, trotzdem sollten Sie den Empfehlungen der Grundschule ein großes Gewicht beimessen, denn es ist niemandem gedient, am wenigsten dem Kind, wenn es in einer Schulform landet, deren Anforderungen es nicht folgen kann. (siehe auch: „Anmeldung“ und „Querversetzung“)

Nach dem Besuch der Grundschule haben Sie für Ihre Tochter / Ihren Sohn folgende Möglichkeiten:

I. Anmeldung an einer Hauptschule, die innerhalb von 5 Schuljahren zu einem Hauptschulabschluss oder einem qualifizierenden Hauptschulabschlussführt. Hier kämen im Raum Limburg in Frage:

  1. die Goethe Haupt- und Realschule Limburg
  2. die Leo-Sternberg-Schule Limburg
  3. die Hauptschule Niederbrechen
  4. die Mittelpunktschule in Niederselters
  5. die Freiherr-vom-Stein-Schule in Dauborn
  6. die Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar

II. Anmeldung an einer Realschule, die innerhalb von 6 Schuljahren zur Mittleren Reife führt. Hier kämen im Raum Limburg in Frage:

  1. die Goethe Haupt- und Realschule Limburg
  2. die Leo-Sternberg-Schule Limburg
  3. die Mittelpunktschule in Niederselters
  4. die Freiherr-vom-Stein-Schule in Dauborn
  5. die Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar

III. Anmeldung an einem Gymnasium, das innerhalb von 8 Schuljahren zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur) führt. Hier kämen im Raum Limburg in Frage:

  1. die Marienschule in Limburg
  2. die Tilemannschule in Limburg
  3. die Freiherr-vom-Stein-Schule in Dauborn
  4. die Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar

IV. Anmeldung an einer Förderstufe, in der Ihr Kind zunächst noch 2 Jahre in einem Kern- und Kursunterricht beschult wird und anschließend in die entsprechenden Schulzweige Hauptschulzweig, Realschulzweig oder Gymnasialzweig geht. Hier kämen im Raum Limburg in Frage:

  1. die Theodor-Heuss-Schule in Limburg
  2. die Jakob-Mankel-Schule in Weilburg

Wie erfolgt die Anmeldung?

  • Bis Anfang März geben Sie (meist auf einem Vordruck) bei Ihrer Grundschule einen Wunsch ab, welche Schule Ihre Tochter/Ihr Sohn im kommenden Schuljahr besuchen soll.
  • Anschließend tagt die Klassenkonferenz der Grundschulklasse (das sind alle Lehrerinnen und Lehrer, die Ihr Kind unterrichten), schaut sich Ihren Wunsch an und berät, ob sie diesem stattgibt oder ihm widerspricht.
  1. Bei Zustimmung wird Ihr Wunsch an die gewünschte Schule weitergeleitet und Ihr Kind wird dort aufgenommen.
  2. Bei Ablehnung wird Ihnen eine erneute Beratung angeboten, die annehmen können oder auch nicht.
  • Wenn Sie bis Anfang Mai die erneute Beratung nicht annehmen wollen oder aber trotz Beratung bei Ihrem ursprünglichen Wunsch bleiben, so wird Ihre Anmeldung an die gewünschte aufnehmende Schule weitergeleitet, allerdings mit dem Vermerk, dass die Klassenkonferenz Ihr Kind für nicht geeignet einstuft.
  • Die aufnehmende Schule bietet Ihnen wiederum eine Beratung an, nimmt Ihr Kind aber in der von Ihnen gewünschten Schulform auf. Sollten die Leistungen so sein, dass mit einem Scheitern Ihres Kindes gerechnet werden muss, so kann die aufnehmende Schule zum Halbjahr oder am Ende des Schuljahres Ihr Kind in eine niedrigere Schulform umsetzten ohne dass Sie dagegen ein Widerspruchsrecht hätten. Diese so genannte Querversetzung ist bis zur Jahrgangsstufe 7 möglich. Über eine anstehende Querversetzung werden Sie vorher schriftlich informiert.
   
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